Freistoßspray von Dr. Bremer

Sollten Schiedsrichter die neue Errungenschaft im Fußball einsetzen, so ist das eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Strafe von 5-55 Euro belegt werden kann. Der TÜV moniert, dass die Aufschrift auf der Spraydose in Spanisch dort steht, dass sich keine Sicherheitszertifikatkennzeichen auf derselben befinden und, last but not least, es sind hormonähnlich wirkende Parabene im Inhalt entdeckt worden. Da wird Europas Männlichkeit en Masse feminisiert durch hormonähnlich wirkende Weichmacher in Plastikumhüllungen aller Art, aber dies stört den deutschen TÜV nicht. Vielmehr macht er sich Sorgen um den Fußballrasen, auf dem busenähnliche Buckel durch die Einwirkung des Sprays entstehen könnten. Was den Spielverlauf erheblich beeinträchtigen würde. A: durch Behinderung des Balles, B: durch Ablenkung der Spieler. Bei der WM ins Brasilien ist dieser Effekt nicht aufgetreten, was aber daran liegen kann, dass dort selbst der Rasensamen den Machismo quasi im Erbgut trägt, aber wie sich das auf feminisierte Hybride in deutschen Stadien auswirkt, ist noch nicht abzusehen.

Vielleicht müsste dem Spray ein Beipackzettel in allen Sprachen der Welt beiliegen, in dem auch die kleinste Nebenwirkung in aller Schauerlichkeit geschildert wird. Was mich zu einem meiner Lieblingsthemen bringt, die Beipackzettel. Meterlang und unverständlich jagen sie meinen Patienten eine Heidenangst ein. Da wundere ich mich, warum manche Medikamente nicht anschlagen, bis mir der Patient nach wochenlanger Behandlung gesteht, er hätte die Tabletten nicht eingenommen, weil er den Beipackzettel gelesen hat. Da kann man nichts machen. Danach wird zumeist zaghaft eingestanden, es zunächst mit »Kügelchen« versucht zu haben, denn die hätten schließlich keine Nebenwirkungen. Da kann ich so oft erklären, wie ich will, dass etwas, was keine Nebenwirkungen besitzt, auch keine Wirkung hat, der Denkfehler wird nicht eingesehen.

Man könnte die Freistoßspraydose auch mit zahllosen Warnhinweisen versehen, wie es so wunderbar bei den Zigarettenverpackungen funktioniert. Besonders bei eingefleischten Rauchern bewirken die Aufschriften ein sofortiges Aufhören, weil sie bislang noch nicht wussten, was sie sich da antaten. »Vorsicht! Enthält hormonähnlich wirkende Parabene!«, wäre doch angebracht. Vielleicht stand es in Spanisch bereits auf der Dose, warum sonst wären manche Fußballer wie die Karnickel gehüpft, damit das hochgefährliche Spray nicht mit ihren Schuhen in Berührung kommt. Der Einzige, der möglicherweise in direkten Kontakt mit dem Spray gerät, ist der Schiedrichter, wenn er sich aus Versehen selbst besprüht. Wer weiß, vielleicht war die ausgeprägte Neigung der Unparteiischen bei der letzten WM, sich nicht eindeutig entscheiden zu können bereits eine Auswirkung des feminisierenden Sprays? Ein Tropfen und schon gerät jeder rein sachlich reagierende Verstand aus den Fugen. Die Spätfolgen wären erst dann erkennbar, wenn jeder Schiedsrichter in Zukunft einen BH unter seinem Trikot trägt und jede Entscheidungen erst nach ausführlichem Gespräch mit den Aktiven und mit dem Publikum getroffen wird.

Dr. Bremer