Kos von Paul Wiedebach

Urlaubern auf der Insel Kos, oder Mittelmeerkreuzfahrern vor dem Eiland bietet sich die einmalige Möglichkeit humanitäre Größe zu zeigen. Anstatt die syrischen Flüchtlinge nur zu begaffen, könnten sie ihnen ihre Quartiere zur Verfügung stellen. Wahre Willkommenskultur zeigt sich darin, Tisch und Bett mit Fremdlingen zu teilen und Gutmenschen, die nur »gut reden« könnten beweisen, dass sie auch meinen, was sie lauthals verkünden. Mich wundert, dass von Seiten der Urlauber, unter denen sich bestimmt auch einige Lehrer, Sozialpädagogen, Theologen und Parteiangehörige der Grünen, sowie der Linken befinden, noch kein diesbezüglicher Vorschlag an die griechische Regierung gemacht wurde. Nur mal eben Zwei-Mann-Zelte an den Strand zu stellen, ist genau so ein Wischiwaschi, wie es sich in den verbalen Äußerungen der »Wir haben uns alle Lieb- Fraktion« findet. Also her mit den Feldbetten und rein damit in die fünf Sterne Suite, oder in die Oberdeckkabine mit Balkon! Hier kann man echten persönlichen Austausch mit fremden Kulturen pflegen, was ja die Sehnsucht so manches Fernreisenden zu sein scheint und sie nicht nur aus sicherer Entfernung begutachten!