Terror von Elke Balthaus-Beiderwellen

Die Selbstmordattentäter von Brüssel waren zwei der Polizei bekannte Brüder. Was mich zu der Frage bringt, wie gehen die Sicherheitskräfte mit solchen Leuten um? »Nett, Ihre Bekanntschaft gemacht zu haben. Gute Zeit und viel Erfolg auf Ihrem weiteren Lebensweg? Wir werden Sie nicht weiter belästigen, denn das könnte ja Ihre Persönlichkeitsrechte einschränken.« Was ist mit dem Molenbeekviertel in Brüssel? Dort geht das Leben weiter, als wäre nichts passiert, dabei würde man nach den schrecklichen Anschlägen doch erwarten, dass es einmal ausführlich durchsucht wird. Überall im Netz tummeln sich Aussagen, dass man für Brüssel beten solle. Beschränkt sich die örtliche Polizei auch auf diese Maßnahme? Beten und hoffen, dass nichts passiert? Weiterlesen

IS von Elke Balthaus-Beiderwellen

Die großen Jungs spielen wieder »Räuber und Gendarm«, und alle sind mit blindem Aktionismus dabei. Putin und Obama, Hollande, Erdogan und Cameron. China überlegt noch, während Tunesien voll dabei ist. Nur Merkel ziert sich noch. Kein Wunder, ist sie doch vermutlich eine Frau. Alles gut und schön, aber solange nicht klar ist, wer hier der Räuber und wer der Gendarm ist, sitzen die IS-Kämpfer gemütlich in ihrer Jurte und lachen sich kaputt. Putin für Assad, aber gegen die Turkmenen. Erdogan für die Turkmenen, aber gegen die Kurden. Obama prinzipiell gegen Putin und damit auch gegen Assad. Hollande nach den Pariser Anschlägen gegen alle und Cameron gegen alles, wogegen die USA sind. Es ist viel Bewegung im syrischen Luftraum, da wird sich schon einmal leicht gegenseitig abgeschossen und einander der schwarze Peter zugeschoben. Wenn ich mir das Chaos so anschaue, bewundere ich das Zustandekommen der Allianz gegen Nazideutschland. Und genau da liegt der Hund begraben. Weiterlesen

Paris von Elke Balthaus-Beiderwellen

Vor dem Bataclan wollten hochwichtige Imame ihre Trauer über das dort stattgefundene Massaker bekunden, als einer von ihnen plötzlich von einer wütenden Muslima gerufen wurde. Er beachtete sie nicht, denn er musste ein hochwichtiges Interview vor laufenden Kameras geben. Die Frau wurde von einem Reporter auf den Grund für ihre Wut angesprochen und sie berichtete sinngemäß weiterhin äußerst aufgebracht, dass Moscheen mit Hasspredigern geschlossen werden müssten. Sie, die Imame, trügen die Schuld daran, dass ihre Kinder getötet werden, weil sie den schwarzen Schafen unter ihnen keinen Einhalt geböten. Das brachte mich zum Nachdenken. Ständig steht die Frage im Raum, was die westliche Kultur gegen die Radikalisierung von muslimischen Jugendlichen tun kann, ohne zu fragen, was tun die Muslime selbst dagegen? Weiterlesen

Karikaturen von Elke Balthaus-Beiderwellen

Was soll man dazu sagen? Gesagt wird zurzeit viel zu dem Terroranschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift »Charlie Hebdo«. Jede politische und nichtpolitische Nase weidet die grausame Tat in ihrem Sinne aus. Im Prinzip geht es nur darum, ob eine allmächtige Person, von der man nicht weiß, ob sie existiert oder nicht, Humor besitzt. Weiterlesen