Rosa Viagra von Paul Wiedebach

»Was hieltest du davon, wenn ich die Viagra-Pille für die Frau ausprobierte?« Die Frage meiner Göttergattin kam heute Morgen dermaßen überraschend, dass ich mich an meinem Brötchen verschluckte. Sofort sprang sie auf und klopfte mir hilfreich auf den Rücken. »Für wen nähmst du das Zeug denn, für dich oder für mich?«, erkundigte ich mich, als ich wieder Luft bekam. Die Vorstellung, meine Frau könnte sich in eine Art von unersättlicher Nymphomanin verwandeln, behagte mir nicht. Was ist, wenn sie nicht auf mich Appetit bekommt, sondern auf andere Männer? »Genau, das ist mein Problem«, erwiderte sie. »Nicht, dass ich mit unserem Sexualleben unzufrieden wäre, aber was ist, wenn Höhepunkte bis ins unendliche steigerbar wären und ich erführe es nie? Andererseits, was hätte ein Christian Grey von einer frigiden Anastasia?« Weiterlesen

Flibanserin von Elke-Balthaus-Beiderwellen

Darauf habe ich nur gewartet. Nachdem uns die Pharmaindustrie durch die Pille hormonell durcheinanderbrachte, sodass wir durch einen Eisprung nicht mehr wissen können, wer der beste Erzeuger für uns ist, und uns gleichzeitig den Brustkrebs bescherte, wollen sie uns jetzt psychisch so durcheinander bringen, dass wir sogar Lust auf Vertreter des männlichen Geschlechtes empfinden, die uns meilenweit unterlegen sind. Geht es noch? Ich traf noch niemals eine Frau, die nicht durch eigene Aktivitäten zum Orgasmus gekommen wäre. Lust auf sich selber scheint demnach kein Problem zu sein. Was bei den Männern eher der Fall ist, denn ohne Viagra könnten sie sich selber noch nicht einmal selbst befriedigen. Weiterlesen