U-Boot Alarm von Elke Balthaus-Beiderwellen

Das Ungeheuer von Loch Ness ist umgezogen. Es treibt sich meiner Ansicht nach, momentan in den schwedischen Schären herum. Merkwürdige Sichtungen wurden gemeldet und noch merkwürdigere Beweisfotos geschossen. Ein russisches U-Boot? Ein Wal? Jedenfalls ist die gesamte blau-gelbe Marine im Einsatz, um herauszufinden, worum es sich bei diesem Objekt handelt. Angeblich wurde ein russischer Notruf abgehört, aber könnte es auch schottisch gewesen sein? Vielleicht überlegte es sich Nessie anders und will in die Heimat zurück, nachdem sie, nach dem Referendum weiterhin Teil Großbritanniens bleibt. Nun irrt sie in den Schären herum und stößt sich andauernd den mächtigen Kopf an ins Wasser ragenden Felsformationen, was im heimischen Gewässer nicht der Fall war. Was mich auf den Gedanken bringt, dass die Schweden nicht nach dem Objekt suchen, sondern die Schären weitläufig abriegeln, damit ihnen diese Touristenattraktion nicht entkommt. Nun trinkt der Schwede gern und viel, wie jeder weiß, der schon einmal eine Butterfahrt machte. Nach reichlichem Alkoholgenuss kommen seltsame Erscheinungen aller Art, recht häufig vor. Auch von akustischen Halluzinationen wird berichtet. Es könnte demnach auch sein, dass die schwedische Marine ausgiebig feierte und sah und hörte, was mit nüchternem Kopf nicht möglich gewesen wäre. Zumal niemand ein U-Boot vermisst. Wobei mir gerade einfällt, zählt eigentlich irgendjemand die deutschen U-Boote? Vielleicht irrt ja eines der unseren, mangels vernünftiger Navigationsgeräte in schwedischen Gewässern herum. Ursula sollte ihren Zustandsbericht zur Materiallage der Bundeswehr noch einmal genauer lesen. Wer weiß, wie viele von unseren U-Booten unter defekten Antrieben und kaputten Steuerungsanlagen leiden? Es könnte sich andererseits auch um ein gezieltes Manöver handeln, um »unsere Sylvia« endlich aus den Fängen ihres untreuen Gatten zu befreien. Der Theorien sind viele. Wobei mir die von Nessie die liebste und wahrscheinlichste ist, denn auch der Schotte trinkt gern und viel, und es sollte einem zu denken geben, dass ungewöhnliche Wassersichtungen zumeist in Ländern vorkommen, deren Bevölkerung selten nüchtern ist. Die irischen Gewässer wimmeln nur so von Feen und Wassergeistern. Russische Seefahrer berichteten von Meerjungfrauen und Krötenmädchen und auch die Dänen haben es mit Meerjungfrauen. Wenn ein stocknüchterner Deutscher wie Theodor Storm über Husum schreibt, geht es da nur um Wetterphänomene und nicht um irgendwelche Fabelwesen. Die Lorelei, ein urdeutsches Phänomen, ward nicht mehr gesichtet, seitdem die Rheinschifffahrt Mäßigung beim Alkoholgenuss übt. Wobei es mir aber zu denken gibt, dass das Kampfflugzeug »Phantomjäger« in einigen Ländern immer noch im Einsatz ist.

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