Wenn man gebeten wird …

Wenn ich um etwas gebeten werde, oder angefragt werde, ob man an diesem Projekt mitarbeiten möchte, dann frage ich mich natürlich wie ich dazu komme.
Habe ich ein so großes Mitteilungsbedürfnis, daß ich nach Außen hin so präsentieren muß – oder wirke ich so also würde ich das wollen?
Und dann dieser Anspruch nach Offenheit? Wer ist denn heutzutage offen?
Von ehrlich will ich gar nicht erst reden.
Also es ist nicht mein Stil persönlich zu werden.
Ich habe dieser Welt im Laufe meines Lebens auch schon einiges gegeben. Ich habe mich bemüht ein anständiger Mensch zu sein, wie man das so schön sagt – und die Welt dankt einem das nicht immer.
Ich habe den Text, also jenen Ausschnitt aus der Diskussion gelesen und natürlich habe ich zu manchen Punkten eine Meinung – und Ja, ich glaube, daß ich diese auch gegenüber Anderen vertreten muß.
Eine Meinung zu haben und die zu sagen ist heute nicht selbstverständlich.
Schauen sie sich den Wahlkampf an. Wenn ich Frau Merkel sehe, die zu Nichts eine klare Aussage machen kann.
Oder bei uns gerade in der Nähe. Bald stellt sich eine Dorfgemeinschaftsbürgermeisterin wieder zur Wahl.
Die hatte schon kurz nach der ersten Wahl die meisten ihrer Grundsätze verraten; ist als Unabhängige aufgetreten. Und heute ist sie CDU. Das ist wirklich lächerlich.
Moralisch kann man mir da nicht kommen. Ich würde mich schämen und das sage ich auch jedem.
Vor allem frage ich auch.
Ich frage, ob mir jemand erklären kann, daß jemand einen Menschen unterstützen soll der vorher wie ein Rotes Tuch war. Aber gut, in diesem Fall, hat sie ihre Fahne in den Wind gehängt, sie will wiedergewählt werden, hat Blut geleckt von der Macht, an Geld und Einfluß – und wirklich interessant zu sehen wie sich dieser Grundsatz: Alle Macht korrumpiert – tatsächlich bewahrheitet.
Aber nach Grundsätzen fragt heute nicht einmal mehr der konservative Wähler.
Schade, daß die anderen Parteien da auch nicht wesentlich anders sind.
Na gut, aber da kommt man ins Lamentieren und das ist auch nicht meine Sache.
Ich werde mich hier bemühen eine Meinung darzustellen die objektiv ist – und ich bin gespannt darauf, ob es mir selbst gelingt.
Dieter Ronski

2 Gedanken zu „Wenn man gebeten wird …

  1. Ich bin ja nicht so der Typ, der gerne in der Öffentlichkeit steht, daher wäre so ein Job nichts für mich. Aber wenn sich denn so ein Pöstchen anbietet, ich so viele Unterstützer hätte, die mich dorthin tragen, und dann endlich auch mal wichtig sein kann, jedoch Woche grinsend in der Zeitung stehen darf, dabei auch noch ein ordentliches Gehalt kassiere. Mal ehrlich:
    Ich würde es genauso machen….

  2. Ich will das auch nicht, als Politiker auftreten Aber Ansehen und Geld damit zu verdienen ist doch auch gut. Aber mit welchen Mitteln, dass ist eben der Unterschied.

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