Geschlechterkrieg 2

Ein Spiel der dritten Fußballliga musste wegen Ausschreitungen abgebrochen werden. Ich frage mich, worum es in diesem immerhin beinahe regionalem Bereich des Sports ging. Fußball kann es nicht gewesen sein, eher das Abreagieren blanker Aggression. Nun können wir in Europa fast noch glücklich sein, dass dieser Testosteronüberschuss in und um die Fußballstadien herum abgelassen wird. Man stelle sich vor, dies erfolgte im häuslichen Bereich, zerstörerisch auf öffentlichen Straßen und Plätzen, oder im einfachen Entschluss, einen Krieg anzufachen. In anderen Teilen der Welt kann man beobachten, was passiert, wenn männliches Dominanzstreben nicht entsprechend kanalisiert und neutralisiert wird. Sie wissen einfach nicht wohin mit ihrem Frust und der daraus resultierenden Wut. Da wo Mann noch Mann sein kann und darf, bricht sich Bahn, was sonst zivilisiert unterdrückt wird. Fast könnte man meinen, es bekäme dem männlichen Geschlecht nicht gut, dass Konflikte nicht mehr körperlich ausgetragen werden sollten, aber anstatt zu meinen der alte Adam hätte sich noch immer nicht im Griff, sollte zum allgemeinen Nutzen darüber nachgedacht werden, ob dieser Drang, dem wir immerhin einen Großteil unseres Fortschritts verdanken, also gleichzeitig zerstörerisch oder schöpferisch wirken kann, nicht entsprechend ab- oder umgelenkt werden kann. »Schippe in die Hand« wäre manchmal gar kein schlechter Gedanke. Bolide weg, kommt mir da gerade auch noch in den Sinn. Wir schauen einer unglaublichen Energieverschwendung zu, denn der ziel- und aufgabenferne Mann feuert Sportler an, rast und säuft sich zu Tode, oder sorgt dafür, dass die Gattin sich samt Kind im Frauenhaus verbarrikadiert. Und, je weniger »dumm und stark« Verwendung findet, desto mehr wird die Lage eskalieren. Dass hundsbanale Fußballspiele einen derartigen Exzess verursachen und dies zunehmend tun, sollte vielleicht zum Nachdenken anregen. Bevor sich dann wieder unter einem Führer zusammengerottet wird, der Mord- und Totschlag sanktioniert, sollte auch die Genderfrau einmal einsehen, dass die Feminisierung des männlichen Geschlechtes ein geradezu blödsinniges Unterfangen ist, das das Gegenteil des Beabsichtigten erreicht. Anstatt herum zu zicken, wäre ein konstruktiver Vorschlag, der die nicht zu verleugnenden Unterschiede berücksichtigt, zielführender. Wenn der Mann wie früher einen Baum pflanzen und ein Haus bauen könnte, wäre der Umwelt und der Wohnungsnot genüge getan.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.