Volkes Stimme

Heute möchte ich einmal mehr den Volksmund bemühen, denn, wie heißt es so schön? »Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil«! Wir verhalten uns mittlerweile derart politisch korrekt, dass, egal wie da in den Wald hineingerufen wird, es nicht mehr entsprechend zurückschallt. Warum? Sind wir alle Berufsdiplomaten? Dabei dient unser unterwürfiges »um den heißen Brei rumreden« noch nicht einmal dem besseren Verhältnis und Verständnis untereinander, denn wie soll »ein Gewitter die Luft reinigen«, wenn es niemals ordentlich kracht. Wer sein wahres Ich verbirgt, der manipuliert, da müssen wir alle mal ehrlich uns selbst gegenüber sein. Und, wenn wir uns dann gelegentlich als Klotz präsentieren, sollten wir uns gegen den höchstwahrscheinlich ausbleibenden Keil wappnen, denn es wird nur noch mit Wattebällchen geworfen. Und, wer nur Wattebällchen schluckt, wir zwar satt, aber ohne die notwendigen Nährstoffe- darüber kann so manches Supermodel Auskunft geben. Sollte mich mal jemand fragen, was die Anorektiker und Bulimiker da so in die Schüssel kotzen, dann berichte ich aus eigener Erfahrung; es ist die blanke Wut, die da in den Ausguss entlassen wird. Was naturgemäß keinen Effekt zeitigt, darum der Wiederholungszwang. Ständiges Herunterschlucken bewirkt vor allen Dingen geistige Übelkeit. Da hilft auch kein Verdauungsschnäpschen, wie jeder Alkoholiker weiß. Am liebsten wären wir doch alle unsichtbar, geben wir es ruhig zu, ob man sich nun bis zum Klappergestell herunterhungert, oder eine alles verbergende Fettschicht anfuttert. Aber auch wenn es uns bis auf die höchsten der hohen Berge treibt, wir uns im Fußballmob verbergen, dem Rausch der Geschwindigkeit überlassen, immer dann, wenn wir aus der Hand geben, was mit uns passiert, passiert im Grunde genommen gar nichts, wir verbleiben im selben Wahn. Wenn ich hier nochmal zitieren darf, jemanden mundtot machen, ist insofern schlimmer als Totschlag, weil der Betroffene uns die schmutzigen Hände erspart. Und, um noch weiter auszuholen, singe, wem Gesang gegeben, spreche wem Sprache gegeben. »Frei von der Leber weg«, erspart die Zirrhose und den Magenkrebs, weil uns nichts mehr auf denselben schlägt. Und, vor allen Dingen erspart es Führer jeglicher Couleur. Amen.

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