Uhrumstellung

»Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät?« Die Älteren von uns erinnern sich vielleicht an den Abspann von Paulchen Panther. In Bälde wird mir dieses Lied jeden Morgen in den Sinn kommen, denn die Uhren werden vorgestellt. Nicht im Sinne von Bekannt machen, wie bei den Smartwatch, sondern in dem Unsinne, dass an der natürlichen Zeit herumgefummelt und Mensch und Tier aus seiner vom Sonnenstande bestimmten Bahn geworfen wird. Wenn die Sonne ihren höchsten Stand erreicht und kein Schatten geworfen wird, ist es zwölf Uhr mittags!!! Sagt das evolutionäre Zeitgefühl und sage ich!!! Nun soll es ja jeglicher Wirklichkeit enthobene Schwachköpfe geben, die einfach mal mir nix, dir nix beschließen, dass der Stand der Sonne durchaus zu vernachlässigen ist, wenn wirtschaftliche Verbesserungen zu erwarten sind. Ich warte stündlich darauf, dass diese Hohlbohrer sich Ebbe und Flut zuwenden, aber da ist die Natur noch Herr oder Frau des Geschehens. Wenn sich nun herausstellt, dass der Schaden den Nutzen überwiegt, würde jeder vernünftige Mensch seine Aktion überdenken und rückgängig machen, wobei hier die Betonung auf vernünftig liegt. Vielleicht hat hier auch die deutsche Bahn ihre Hand im Spiel, die bei der Umstellung auf die Winterzeit Spitzenwerte bei der Pünktlichkeit erreicht. Wann kommt schon einmal ein Zug eine Stunde früher als erwartet? Möglicherweise wird eine Art jährlicher Schnitt errechnet und so dem ungeduldigen Bahnkunden glaubhaft gemacht, dass die übliche Verspätung nur eine sogenannte Gefühlte ist. Aber ich war ja noch bei vernünftigen Menschen und dem Rest. Denn wisse, nur wer Probleme mit der Ratio hat, den zieht es auf einen europaparlamentarischen Posten. In allgemeiner Wirrnis wird dort ventiliert und diskutiert und schließlich beschlossen, was sich dem normal funktionierenden Geist auf Anhieb nicht recht erschließen will. Dieses Jahr werde ich in einen Zeitumstellungsboykott eintreten! Da ich Gott sei Dank nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen bin, alldieweil sie hier bei uns im ländlichen Raum nicht existieren, könnte ich die Nummer durchziehen. Einzig mein Mann wäre der Leidtragende, da er auf seine Mahlzeiten jeweils eine Stunde warten müsste. Aber, hier geht es um das Prinzip! Da kann und wird auf männliche Befindlichkeiten keine Rücksicht genommen!

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