Geschlechterkrieg

»Wir Frauen sind – nicht stellen! Bemerkung der Autorin- 52 % der Bevölkerung und kommen in der MUTTERSPRACHE nicht vor!« So die selbsternannte Sprachwissenschaftlerin Marlies Krämer, die die Einführung des /in auf Kontoauszügen vor dem Bundesgerichtshof erstreitet, und ich frage mich, wie schizophren geht es noch? Muttersprache, hallo? Da kommen die Männer nicht vor. Natürlich gönne ich der Achtzigjährigen die mediale Aufmerksamkeit, um die es ihr im Grunde genommen geht, aber irgendwo hört es auf. Wenn örtliche Glockenspiele, die »Fuchs du hast die Gans gestohlen« intonieren geändert werden, weil so ein frustriertes Weibsbild mit ihrem Leben nichts Besseres anzufangen weiß, als der Allgemeinheit auf den Geist zu gehen, dann ist etwas faul in den Köpfen. Und wenn ich weiterhin erfahre, dass die Uni Leipzig jetzt nur noch Professorinnen gelten lässt, also die Männer komplett eliminiert, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es langsam Zeit für die Emanzipation des Mannes wird. Ich meine, wenn Frau Zeit hat, zu rekapitulieren, wann, wer, wo ihr vor 20 Jahren, womöglich noch unbeabsichtigt, ans Knie fasste und dies Männern zum Vorwurf macht, obwohl sie selber es war, die nicht prompt reagierte und damit alle Frauen, die wirklich unter Unterdrückung leiden in den Hintergrund drängt, dann möchte ich diesen Geschlechtsgenossinnen am liebsten die »Augen auskratzen«. Übrigens ein Frauenklischee, das ich hier in diesem Zusammenhang sehr gerne bediene. Die Suffragetten, die damals auf die Straße gingen, um die Frauenrechte zu erkämpfen, hatten bestimmt keine Sprach- oder Formularkosmetik im Sinn- hoffe ich zumindest- und während die Vielweiberei in Deutschland wieder Fuß fasst, beschäftigt sich der Bundesgerichtshof mit Bankformularen. Manchmal kann ich gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte! Das wäre doch mal ein Beschäftigungsfeld für die Professorinnen der Uni Leipzig. Einfach mal den muselmanischen Paschas mit ihrer Zweit- und Drittfrau entgegen treten, aber dafür fehlt anscheinend die Zeit, denn es müssen Gedichte von Wänden getilgt werden, deren sexistische Komponente sich mir auch nach mehrfachem Lesen nicht erschließt. Da hat sich letztens eine Anwohnerin des Kölner Zoos über den Lärm der Seehunde beschwert, während ihr die zunehmende Anzahl von dauerschwangeren, zum Teil minderjährigen Kopftuchträgerinnen offensichtlich egal ist. Die Männer müssen doch in ihrem Vorurteil, dass Frauen irgendwie nicht richtig ticken, von unserem eigenen Geschlecht dauerbestätigt werden. Hier möchte ich Nietzsche beinahe Recht geben und bei einigen meiner Geschlechtsgenossinnen nicht nur eine Peitsche mitnehmen.

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