Katastrophenvorräte von Elke Balthaus-Beiderwellen

Seitdem die Bundesregierung den Bürgern empfiehlt, sich für den Katastrophenfall zu bevorraten, bin ich gedanklich mit nichts anderem befasst. Was brauche ich, wenn die Lage so katastrophal ist, dass ich auf eiserne Vorräte angewiesen bin? Anders gesagt, was benötigt man im Weltuntergangsszenario? Wahrscheinlich befinden sich auf meiner Liste komplett andere Dinge als auf derjenigen, die von der Regierung erstellt wurde und heute veröffentlicht wird. Da ist die Rede von Wasservorräten und Konserven, die mindestens noch fünfzehn Jahre haltbar sind. Mir hingegen ist im Angesicht der Apokalypse eher nach ausreichend Joints, Tranquilizern, Bier und stärkeren Alkoholica, damit mein unvermeidlicher Abgang im rosaroten Licht erstrahlt. Jodtabletten im Fall eines Gaus belgischer Atomkraftwerke sind ebenso hilfreich wie ein starker Joint, nur fühlt man sich durch Letzteren erheblich besser. Ob ich jetzt für zehn Tage ausreichend Wasser oder genug Spirituosen habe, macht gefühlsmäßig ebenfalls einen himmelweiten Unterschied. Demnach werde ich die offizielle Liste außer Acht lassen und eine individuelle zusammenstellen. Da ich nur wenige Kilometer von der niederländischen Grenze entfernt wohne, werde ich gleich heute mit meiner persönlichen Bevorratung anfangen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.