Extremsportarten von Elke Balthaus-Beiderwellen

Die Florida Gulf Coast University hat laut »Stern« herausgefunden, dass hochintelligente Menschen oftmals stundenlang ohne den Anflug von Langeweile bewegungslos vor sich hindenken können. Also schönen Gruß an alle Stehaufmännchen und blinden Aktivisten, ihr seid nur zu blöd, um euch zu entspannen! Wer einen niedrigen I.Q. besitzt, braucht zur Hirnstimulation körperlichen Input, was alle Extremsportler in einem völlig neuen Licht dastehen lässt. Um ihr von Natur aus schlafendes Gehirn zu wecken, versorgen sie sich bei sinnlosen Tätigkeiten mit dem Adrenalinkick, den sich der Intelligenzler mit dem Sein an sich bereits verschafft. Ein hellwaches Gehirn muss sich nicht in höchste Höhen oder tiefste Tiefen begeben und, wenn ich mir manche Extremsportarten betrachte, kann ich nicht umhin festzustellen, dass eine gewisse Blödheit für deren Ausführung unbedingt erforderlich ist. So gesehen war Diogenes in seiner Tonne der intelligenteste Mensch, der jemals auf Erden herumlag. Wer demnach bequem in seinem Sonnenstuhl sitzt und sich nicht langweilt, ist kein Faulpelz, wie landläufig angenommen. Nein, hier sitzt vielleicht ein zweiter Einstein, der nur sich und seinen Gehirnschmalz braucht, um glücklich zu sein.

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