Evolution 2.0 Von Elke Balthaus-Beiderwellen

Forscher in den Rocky Mountains fanden heraus, dass die Zungen von Hummeln in nur 40 Jahren um 25% schrumpften. Aufgrund des Klimawandels starben viele Nahrungspflanzen mit langen Blütenkelchen aus und mit der verkürzten Zunge können die Hummeln auf andere Pflanzen ausweichen. Wenn wir an die Evolution denken, haben wir immer Jahrmillionen im Kopf, was offensichtlich falsch ist. Was sagt uns diese superschnelle Reaktion in Bezug auf den Menschen? Da wir nur noch auf Displays starren, könnte sich der Augapfel des Homo sapiens in nur wenigen Jahrzehnten verlängern, sodass Kurzsichtigkeit zum Normalzustand wird. Aufgrund de Kommunikation per Kurzmitteilung und per Emoticon ist mit einer Verkümmerung des Sprachzentrums zu rechnen, sodass Gespräche sich auf den Austausch von Grunzlauten beschränken. Da wir nur noch sitzende Tätigkeiten ausüben, mag sich die Evolution fragen: »Warum überhaupt Beine und Füße?« Die Länge der Arme ist ebenfalls überdimensioniert und in Kombination mit der habituellen Kurzsichtigkeit würde eine Länge von 40 cm reichen; da hätte man das Smartphone gleich im passenden Abstand. Der Nordeuropäer pflanzt sich nicht mehr fort. Sie kommen schon selber drauf, was dann überflüssig wird! Da Singlehaushalte überwiegen, könnte sich irgendwann einmal die Parthenogenese oder die einfache Personenteilung durchsetzen, nach dem Muster der Zellteilung bei den Einzellern. Da Kinder sowieso nur die Funktion besitzen, bessere Klone seiner selbst zu werden, wäre die Personenteilung optimal. Insgesamt bewegen wir uns auf ein rein vegetatives Leben zu. Wie Pflanzen verbringen wir demnächst die meiste Zeit stationär an einen Ort und reagieren nur auf Reize, die in unserer unmittelbaren Umgebung stattfinden. Nahrung wird uns dann nur noch fertig zubereitet geliefert; da könnte man es doch gleich mit der Photosynthese versuchen. Roboter erledigen, was zu erledigen ist. Man müsste sie lediglich darauf programmieren, dass sie uns regelmäßig gießen, dem Sonnenlicht zuwenden und von Zeit zu Zeit umtopfen.

 

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