Kosmetik von Paul Wiedebach

Am letzten Freitag, d. 11.09.15 hörte ich in der 17:00 Uhr Tagesschau den seltsamsten Ausdruck, den ich je vernahm. »Die Bundeswehr wird in Willkommenskulturrufbereitschaft versetzt«. ????? Was soll das heißen? Tauschen die jetzt ihre untauglichen Sturmgewehre gegen Blumensträuße ein? Heute Morgen teilten mir die Nachrichten mit, dass die Bundesrepublik wieder Grenzkontrollen einführt. Also, was denn nun? Kommando zurück? Wird aus der uneingeschränkten Willkommenskultur nun eine, im wahrsten Sinne des Wortes beschränkte Grenzsicherung? Wo ist eigentlich unsere Kanzlerin hin verschwunden, die ganz Syrien zu uns einlud? Muss unser übernächtigt aussehender, rotäugiger Innenminister zusätzlich zu seinen liegen gebliebenen Aufgaben dem Volk auch noch ihre Hundertachtziggradwende als seine eigene Idee verkaufen? Sind wir noch eine Nation, oder sind wir keine, oder dann doch wieder eine? Fragen über Fragen! Eine syrische Frau in einem Flüchtlingslager nahe der syrischen Grenze sprach es offen aus. »Gebt uns unsere fünfundreißig Dollar pro Monat wieder, oder wir überschwemmen Europa.« Fünfunddreißig Dollar pro Monat kostet eine ganze Familie, ohne den Ehemann, der bereits zu neuen, europäischen Ufern aufgebrochen ist, um seine Familie demnächst nachzuholen in einem Flüchtlingslager in nahen Osten. Was kostet die gleiche Familie, jetzt mit Ehemann den deutschen Staat, wenn sich besagte Familie auf seinem Boden befindet? Ist diese ganze Willkommenskultur nicht nur die Behandlung von Symptomen, die die eigentliche Krankheitsursache außer Acht lässt? Für jeden Flüchtling, der nach einem besseren Leben ohne Krieg, Hunger und Verfolgung strebt, habe ich vollstes Verständnis. Ich würde an seiner Stelle nicht anders handeln. Aber, wer verlässt seine Heimat, wenn nur die kleinste Chance auf ein menschenwürdiges Leben besteht? Ich sicher nicht, dazu bin ich viel zu feige. Warum werden die Milliarden, die Deutschland jetzt lockermacht, nicht vor Ort eingesetzt, um dieses menschenwürdige Leben zu ermöglichen? Der Mensch muss lange gequält werden, bevor er seine gewohnte Umgebung verlässt. Warum wird die Qual nicht an Ort und Stelle behoben? Wäre die Bundeswehr anstatt in Willkommenskulturrufbereitschaft versetzt zu werden, nicht besser beim Kampf gegen Terror aufgehoben? Würde auch eher ihrem Berufsbild entsprechen, möchte ich meinen. Aber, unser Verteidigungsminister ist eine Frau und es winkt sich halt schöner mit einem Blumenstrauß, als ein Gewehr zum Einsatz zu bringen, wenn man denn ein taugliches zur Verfügung hat.

 

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