Flüchtlinge von Tanja K.

»Jedes Land muss sich an diesem Elend beteiligen« sagte unser Entwicklungsminister heute Morgen. Interessant, aber haben wir schon. Spanien, Portugal, die estnischen Staaten, vorne weg Großbritannien beteiligt sich vorbildlich an dem Elend, denn die haben keinen Bock auf Flüchtlinge. Diese gibt es zuhauf, also sind die EU- Parlamentarier, angesichts dieses Massensterbens, auf der Flucht. Keiner will einen Parlamentarier aufnehmen, geschweige den einen Abgeordneten des Europaparlaments. Die wahren Flüchtlinge haben eine Entscheidung getroffen, entweder Leben oder Tod. Das EU- Konvolut schwankt noch zwischen Macht und Nicht-Macht, macht aber bisher gar nichts, solange über die Verschlussfähigkeit von Olivenölkännchen diskutiert wird. Renzi will jetzt für, sage und schreibe 20 Millionen Euro, um dem Gedenken zu dienen, das bisher größte Katastrophenboot aller Zeiten – nein nicht die Titanic – bergen lassen. Viele Flüchtlinge könnten sich, angesichts dieser Geldverschwendung, fragen, was es mit ihren täglichen Mahlzeiten auf sich hat. Aber wir leben nun einmal in der Historie, wo es nicht darauf ankommt, was man zu Lebzeiten so trieb, sondern was man hinterlässt. Denkmäler und Statuen sind aus Stein, so wie die Körper derer, für die sie erbaut wurden. Wenn von mit jemals eine Statue errichtet werden sollte, weiß ich, dass das Böse in mir obsiegte.

 

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