Verträglichkeit

Beinahe jeder von uns hält sich für einen verträglichen Menschen, was so nicht stimmen kann, denn es geht ja darum, sich zunächst einmal mit sich selbst zu vertragen, bevor man anderen diese Güte erweist. Wer auch nur den kleinsten Mangel bei sich entdeckt, wird wie ein Bluthund diesen auch bei anderen aufspüren, sich laut aber niemals dazu äußern und dann hätten wir sie dann, die geheuchelte Verträglichkeit, die mit einem zähneknirschenden Grinsen daher kommt, das leicht mit einem wohlwollenden Lächeln verwechselt wird. Dabei ist die Verträglichkeit einer der fünf Hauptfaktoren, aus denen sich die Persönlichkeit zusammensetzt. Da haben renommierte Seelenforscher lange drüber nachgedacht und diskutiert, bis sie sich endlich auf die »Big Five« einigten. Und hier sind sie nun: Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit(!) und Neurotizismus. Der Mensch, bzw. seine Persönlichkeit bedient sich quasi einer Palette mit fünf Farben und mischt munter drauflos. Die interessanteste Farbe, die alle anderen gleichsam überdeckt, ist der Neurotizismus, also endlose mit sich selbst und dem Rest der Welt nicht klarkommende Spinnerei, wenn man so will. Je mehr davon vorhanden ist, desto weniger vertragen sich die Menschen und, je weniger die Menschen sich vertragen, desto düsterer die Aussichten für die Spezies als solcher. So gesehen ist die Verträglichkeit weit mehr als eine Eigenschaft nämlich pure Notwendigkeit. Aber die Fähigkeit Kriegsbeile zu begraben kommt uns mehr und mehr abhanden. Liegt wahrscheinlich am Rauchverbot für die Friedenspfeife. In diesem Zusammenhang ist doch auffällig, dass je weniger Genussmittel in einer Gesellschaft erlaubt sind, diese Gesellschaft nicht nur unverträglich, sondern auch unerträglich ist. Wenn der Genussmittelspiegel stimmt, fallen sich sogar Erzfeinde um den Hals. Und damit kommt meine Eingangsthese wieder zu ihrem Recht. Drogen machen entspannt und zufrieden, vor allem auch mit sich selbst. Der beduselte Mensch nimmt es eben nicht so genau und lässt bei sich und anderen durchgehen, was nüchtern gar nicht vorstellbar ist. Und da heißt es auch noch: keine Macht den Drogen. Nein, nein, so wird das nix mit dem Vertragen.

Perfektion

Perfektion bedeutet Stillstand. Das Perfekte existiert nur durch und für sich, ruht sich bis in alle Ewigkeit auf seinen Lorbeeren aus, denn jede Bewegung brächte nur Verschlechterung in einen optimalen Zustand, und ist damit vor allen Dingen eines: furchtbar langweilig! Warum, so frage ich mich, drängt es uns immerzu nach Perfektion? Schließlich muss ein Leben, wenn es denn einmal perfekt ist, nicht weiter geführt werden, denn, was sollte noch kommen? Selbst das Universum scheint nicht perfekt zu sein, da es sich noch bewegt. Der Riss, die Abweichung, die Möglichkeit als solche macht das Leben doch erst lebenswert und spannend. Nehmen wir einmal den Zustand meines Autos. Ein Hort des Ärgers für meinen Gatten, der die lebensbejahende Spannung, die in der Möglichkeit liegt, dass es irgendwann mal sauber und geordnet sein könnte, nicht aushält. Der den körperlichen Schmerz nicht erkennt, der mich überfällt, wenn er ein perfekt gebügeltes Oberhemd anzieht, der nur zu vermeiden ist, wenn die eine oder andere Knitterfalte vorhanden ist. Würde ich meine Böden perfekt wischen; die Hunde kämen mir niemals mehr ins Haus! – Mein Mann übrigens auch nicht – Wäre ich die absolut perfekte Frau, ich würde mich im Leben doch nicht mit etwas so banalem wie einen Ehemann abgeben. Ich würde selbstverliebt vor dem Spiegel stehen und damit hätte es sich aber auch schon. Wie schwer es ist, bestehende Perfektion zu zerstören, zeigt sich nirgendwo so gut, wie beim Erwerb eines neuen Backofens. Funkelnagelneu glimmt und gleißt er und scheint zu gut für diese Welt und für einen fetten Braten schon gleich gar. Da gehört schon mächtig viel eingebranntes Fett hinein, um ihn völlig skrupellos täglich zu benutzen. Aber auch in diesem Punkt kommen meine bessere Hälfte und ich nicht zusammen. Irgendwie hat er den tieferen Sinn der Bezeichnung Gebrauchsgegenstand noch nicht verinnerlicht. Wo gehobelt wird, da fallen eben Späne. Und wo nicht, da ist es zum Gähnen langweilig.

Gute Gründe

Es wird langsam Zeit umzusteigen. Von nicht näher begründetem Ja-Sagen auf noch weniger begründetes Nein-Sagen. Bei ersterem fragt man sich selbst: Warum eigentlich nicht? Bleibt sich aber eine Antwort schuldig. Bei Zweiterem wird man dasselbe gefragt, allerdings vom Bittsteller und man stottert und stammelt mühsam herum, um einen gravierenden Grund zu finden. Da frage ich mich doch glatt: Muss das? Nichts wird so schief angesehen wie das grundlose Nein! Nehmen wir doch als Beispiel einmal »Roter Oktober«. So heißt mein Uraltvolvo, weil er einen Wendekreis wie ein Atom-U-Boot besitzt. Der wird gerne einmal ausgeliehen und bislang fiel mir kein hehrer Grund ein, diesem Ansinnen nicht nachzugeben. Und, so war meine bisherige Einstellung, wo kein Grund, da keine Absage. Jetzt ist der Wagen, natürlich ohne Angabe von näheren Gründen, samt der ausleihenden Person seit fünf Tagen abgängig, was mich zu der Absage eines Arzttermins und zum Großeinkauf ohne Fahrzeug, mit auf dem Rückweg erforderlichen Verschnaufpausen zwang. Wieder einmal fiel mir auf, dass die Selbstbeschimpfung zwar die effektivste, phantasievollste und gemeinste von allen ist, aber auch diejenige, die am wenigsten fruchtet. Trotzdem beschloss ich, als ich mühsam vor meiner Haustür wieder zu Atem kam, durch ausführliches Recken einige Lendenwirbel wieder an ihren Platz rückte und meine künstliche Hüfte wieder einrenkte, dass die Zeit der kostenlosen Autovermietung für alle Zeit vorbei ist! Ach, was rede, bzw. schreibe ich? Ich werde allem und jedem eine Absage erteilen und das ohne Anführung von Gründen! Schließlich lässt sich Gevatter Tod auch nicht durch Nachhaken nach dem Grund seines Erscheinens aus dem Konzept bringen. Niedlich die Zettel mit dem »Warum« bei Unglücksfällen aller Art. Der Mensch liebt es halt begründet! Dabei besitzt die deutsche Sprache eine Universalantwort auf jedes »Warum«. Darum!!! Mein Gott, dass ich da nicht eher drauf gekommen bin!

Intelligenz

Intelligenz und Glück gehen nicht zusammen, so jedenfalls meine Erfahrung. Ein von Intelligenz geprägtes Leben mag zwar gelungen sein, aber niemals über diesen Status hinaus. »Dat Glück is mit die Doofen«, pflegte meine Oma immer zu sagen und wo sie recht hatte, hatte sie recht. Intelligenz analisIERT, reflektIERT, kalkuIERT, summIERT und abstrahIERT , und treibt ständig irgendetwas Neues IERTES, und somit Verirrtes. Sollte jemand völlig unvorbereitet etwas tun, dass keinen sichtlichen Sinn ergibt und ausschließlich der eigenen Freude dient, lauten die Kommentare: »Bist du jetzt komplett übergeschnappt, verrückt, neben der Spur und jenseits aller Vernunft?« Darauf sollte es nur eine Antwort geben: »Ja klar, aber mit Vergnügen!« So gesehen war es auch einmal vernünftig in kalten, endlosen Wintern, seine verstorbenen Artgenossen zu verspeisen, was heutzutage wohl kaum mehr als vernünftig gilt, aber diesbezüglich sollten wir einfach mal die Zeit abwarten, da materielle Güter schwerer verdaulich sind als der Nachbar, den man sowieso nicht leiden kann. Aber ich war ja noch bei der Vernunft. Wenn man alles bis zum bitteren Ende durchdiskuIERT und philosophiert, bleibt man des Morgens am besten im Bett, zieht die Decke über den Kopf und sagt sich, da jedes menschliche Tun unweigerlich ins Verderben führt, dass man da doch lieber liegen bleibt. Außerdem ist der Schmerz einer falschen Entscheidung so groß, dass er durch zahllose richtige niemals aufgewogen werden könnte. Da stellt man sich doch besser gleich die Frage aller Fragen: »Sein oder nicht sein?« Entscheidet man sich für das Sein, geht der Ärger auch schon los, denn dann fragt man sich: »Haben oder sein?« Und hier beißt sich die Katze in den Schwanz, denn der Mensch mag zwar intelligent, aber offensichtlich nicht intelligent genug zu sein, um diese Grundsatzfrage einzig richtig zu beantworten. Wie war das noch mit der falschen Entscheidung? Und solange die Intelligenz als Verbrämung für den allgemeinen Unsinn um einen herum missbraucht wird, lohnt es noch nicht einmal, sie zur Kenntnis zu nehmen.

Gleichmut

Manchmal neige ich dazu, komplett auszurasten. Als mich letzte Woche eine Banalität, die außerdem nicht rückgängig gemacht werden konnte, in einen ungeplanten Wutausbruch versetzte, der außer einem Alarmzustand meines Körpers keine weiteren Effekte mit sich brachte, stellte ich – endlich wieder zur Ruhe gekommen- eine einfache Rechnung auf. Ich bin jetzt 58 Jahre alt, habe bei meinem Zigarettenkonsum vielleicht noch 20 Jahre zu leben. Da man von der Jugend nur unter siebzig noch einigermaßen für geistig kompetent gehalten wird, stehen mir dann neun Jahre ausgeprägter Narrenfreiheit ins Haus. Worüber, lautet die Frage rege ich mich da noch auf? Dank meines Mannes werde ich auch am Ende dieser 20 Jahre genug zu essen, zu trinken und zu rauchen haben. Obdachlos werde ich wohl auch nicht und aus teurer Garderobe und erlesenen Schmuckbeständen machte ich mir noch nie was. Warum werfe ich nicht, wie einstmals »Hans im Glück«, alles über Bord, was mich zwar belastet, aber ohnehin nicht zu ändern ist. Meine Großmutter pflegte Unerreichbares mit den Worten, da kannst du dich auf den Kopf stellen und mit den Beinen Hurra schreien, es geht nicht immer und überall deiner Nase nach, zu umschreiben. Trotzdem versucht man zeit seines Lebens, Kamele durch Nadelöhre zu fädeln und wenn es nicht klappt, wirft man sich im übertragenem Sinne auf den Boden und trampelt mit den Beinen, wie ein Kind vor der Quengelware an der Supermarktkasse. Und, so dachte ich mir, jetzt kann ich noch weitere 20 Jahre auf dem Boden liegen und mit den Beinen trampeln und meinen Blutdruck in ungeahnte Höhen treiben; ich kann es aber genauso gut lassen. Das Ergebnis ist identisch: der Einzug in eine heimelige kleine Urne. Das höchste Glück der ollen Griechen war die Ataraxis, die völlige Gleichmut, der absolute Seelenfrieden. Zwar keine Extremschlenker nach oben, aber dafür auch nicht nach unten, rechts oder links! Da man ab einem gewissen Alter auch körperlich etwaigen Turbolenzen nicht mehr gewachsen ist, lässt man sein, was nicht unbedingt muss. Diesbezüglich werde ich dazu übergehen, meinen persönlichen Prüfstand einzurichten, der nur zwei Skalenwerte besitzt: Muss und muss nicht! Irgendwann komme ich dann ähnlich wie das Buch »Einen Scheiß muss ich«, zu dem Schluss, dass mich alle mal können, und zwar gründlich!

Gewohnheit

Manchmal komme ich mir selbst ein wenig schizophren vor. Einerseits gehen mir die Murmeltiertage, an denen ich zur gleichen Zeit immer das Gleiche tue, auf die Nerven. Andererseits geht mir nichts so sehr auf die Nerven, als wenn ein Anrufer, ein Besucher oder, von mir aus eine Naturkatastrophe mein gewohntes Gleis versperrt. Da kann das ganze Sonnensystem aus der Bahn geraten, ich würde ab 12:00 Uhr die ganze Bude durchfeudeln, denn Ordnung und Sauberkeit müssen sein, auch wenn die apokalyptischen Reiter an die Haustür klopfen. Und sollte Gevatter Tod unversehens vor derselben stehen, müsste er sich schon gedulden, bis ich mein Programm abgespult habe. »Noli turbare circulos meos!« »Störe meine Kreise nicht«, wehrte sich schon Archimedes gegen jede äußere Störung. Nun soll es bei ihm um einen mathematisch-geometrischen Beweis gegangen sein, da erscheint das tägliche Aufziehen der Standuhr im Wohnzimmer um exakt 14:00 Uhr zwar banal, ist aber Gewohnheitsbalsam für die Seele. Von Kant ist überliefert, dass die Königsberger Bürger ihre Uhren stellten, wenn er wie das sprichwörtliche Uhrwerk, seinen täglichen Spaziergang antrat. Ob die geflügelten Worte, dass der Mensch ein Gewohnheitstier sei, von ihm stammen, ist mir nicht bekannt, wäre ihm aber zuzutrauen. Was gibt dem Menschen angesichts der Unüberschaubarkeit des Universums Struktur und Sinn? Rituale! Wenn man zwangsneurotisches Verhalten wie meines auf die rituelle Ebene hebt, bekommt die Sache eine ganz andere Bedeutung. Wie ich als Kind nicht auf die Striche im Pflaster trat, um imaginäre Götter günstig zu stimmen, so leiste ich heute meinen Frondienst, um mich in Bezug auf mich selbst günstig zu stimmen. Es muss halt jeden Tag etwas vollbracht werden, damit er nicht als vergeudet erscheint. Die bloße atmende Existenz wird nicht gewürdigt. Das macht ja auch den ersten Urlaubstag so stressig. Ohne Sinn und Verstand und nicht wissend, was mit sich selbst im Angesicht ungewohnter Freiheit anzufangen ist, schleicht sich am zweiten Tag schon eine gewisse Routine ein und man absolviert, was man sich für die »schönsten Tage im Jahr« vorgenommen hat. Manche von uns sind sogar mit einem freien Wochenende hoffnungslos überfordert, oder müsste es unterfordert heißen? Und da der Mensch offensichtlich nur noch an seinen Aufgaben wächst und alles passieren darf, nur kein Stillstand, schau ich nach, was als Nächstes auf meiner Liste steht.

Nikolaus

Der Nikolaus meiner Kindheit war ein Ehrfurcht einflößender Mann. Gekleidet in einer Bischhofsrobe, versehen mit Mitra und goldenem Hirtenstab, umgeben von einer Aura des Heiligmäßigem, fühlte ich mich fast in himmlische Sphären enthoben, wenn er mir mit seiner weiß behandschuhten Hand über den Kopf strich. Jedenfalls war er kein fetter, in ein comicartiges rot-weißes von Disney entworfenes seltsames Gewand gekleideter, halb betrunken »Ho, Ho, Ho« vor sich hingrölender, pausbackiger Zwerg, bei dem man sich wundert, dass er es bei seiner Leibesfülle durch den Kaminschacht schafft, wie uns das »Land der unbegrenzten Möglichkeiten«, schon seit Jahrzehnten weismachen will. Wie ich hörte, hat sich die Filmindustrie der USA nun auch der Weihnachtsgeschichte angenommen, die jetzt aus der Sicht des Esels – man erinnert sich, das Tier, das Maria zum Stall trug – völlig neu und, wie zu Vermuten vor Kitsch triefend, in die Kinos kommt. Die Amis können das! Aus jedem historischen Ereignis eine himmelblaurosarote Farce zu kreieren, das macht ihnen so schnell keiner nach! Und so lebt der Großteil der Amerikaner in einer himmelblaurosaroten Scheinwelt und Europa hat nichts besseres zu tun, als dem nachzueifern. Es gehört schon viel Chuzpe dazu, den Völkermord an den Indianern in eine heroische patriotische Tat umzuwandeln, aber geht nicht, gibt es im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht, deswegen heißt es ja so. Und so gruselt es uns nun gehörig zu Halloween – ich glaube, den Iren stehen vor Grauen die Haare zu Berge, was aus ihrem Brauch geworden ist – an Weihnachten wird demnächst die Geburt des Weihnachtsmanns und der Weihnachtselfen, anstatt Christi Geburt gefeiert und, da alles auch irgendwie von der niedlichen Seite aus betrachtet werden kann, schlafen wir des Nachts süß und selig, und nicht einmal die Zahnfee weckt uns aus unseren Träumen von der heilen Welt. Ho, Ho, Ho, möchte man da ausrufen!

Winterexperten

Das Beste am Winter ist für mich, dass es keine Zecken und somit keine Zeckenexperten gibt. Aber dieser Mangellage wurde schnell abgeholfen, denn jetzt kommen sie aus der fahlen Wintersonne: die Winterexperten. So erfuhr ich heute Morgen, dass der allgemeinen Trägheit und Müdigkeit mit fünf Händen voll Obst und Gemüse vorgesorgt werden sollte, wobei ich mich frage, ob es nicht von evolutionärem Vorteil war, im Winter, wenn eben nicht genug Nahrungsmittel vorhanden waren, nicht herumzuhüpfen wie einst im Mai, sondern sich träge auf die faule Haut zu legen, denn bei dem Wetter war und ist, sowieso nichts Sinnvolleres anzustellen. Vielleicht gehören wir als Menschen wie die Eichhörnchen zu den »Winterträgen«, die ihren Stoffwechsel herunterfahren und nur ab und zu halbverschlafen ihre Nüsse knabbern, eine Tätigkeit, der wir in der Vorweihnachtszeit auch gerne mit gebrannten Mandeln nachgehen. Das kann doch kein Zufall sein! Aber ich war ja noch bei den Winterexperten. Wenn ich meine kältexponierten Häute und Schleimhäute ernsthaft mit allem malträtieren wollte, was führende Winterexpertendermatologen empfehlen, wäre ich bis zum Frühjahr in meinem Bad beschäftigt. Auch eine Art, den Winter zu umgehen. Der Steinzeitmensch, der, wie ich mal annehme keine Servietten mit noch so komplizierten Tafelfaltungen kannte, wischte sich seine fettigen Finger flugs eben im Gesicht und an den Unterarmen ab und war ohne größeren Aufwand kältegeschützt. Und wenn dann der zukünftige Steinzeitpapa, nach gebratener Schweineschwarte wohlriechend mit der zukünftigen Steinzeitmama unter die Bärenfelle kroch, war die Geburt des Nachwuchses in der Fülle des kommenden Sommers gewährleistet. Heutzutage wird ja gerne allerhand Wintersport betrieben und jetzt darf geraten werden, welche weit angenehmeren Tätigkeiten damit umgangen werden. Aber ich war ja immer noch bei den Winterexperten und somit bei der passenden atmungsaktiven Outdoorbekleidung. Die braucht eigentlich nur derjenige, der in der Winterträgheitsphase irrigerweise draußen allerhand Fez treiben will, wenn das Klima für gemütlich verdöste Höhlentage, in denen man sich Geschichten erzählt oder sie wahlweise auch liest, wie geschaffen ist. Wer sich dem Klima anpasst, vergeudet nicht nutzlos Nahrungsmittelressourcen! Wenn mir andauernd ob natürlicher Müdigkeit in der Ohren gelegen wird, kann ich nur antworten, dann schlaf doch! Ab 17:00 Uhr ist es eh stockdunkel und demnach Schlafenszeit! Aber, anstatt sich lang zu legen, werden die Ratschläge der Winterexperten befolgt, die dann ums Verrecken aus einem Winter, Frühling und Sommer machen wollen.