Maria und Joseph von Elke Balthaus-Beiderwellen

Wenn ich jetzt noch einmal zu hören bekomme, dass Maria und Joseph Flüchtlinge waren, renne ich mit dem Kopf gegen die Wand. Selbst die Priester, eine deutschsprachige Gesangstruppe aus Klerikalen, wollte mir heute Morgen diesen Bären aufbinden. Wohl schon lange nicht mehr die Bibel studiert, möchte man meinen. Hier noch einmal zur Erinnerung: Die Weihnachtsgeschichte nach Lukas Weiterlesen

Weihnachtsgeschenke von Elke Balthaus-Beiderwellen

Die Psychologen überschlagen sich. Es geht um die wichtige Frage, wie man sich bei absoluten Schrottgeschenken verhalten soll. Macht man gute Miene zum bösen Spiel, um den weihnachtlichen Familienfrieden nicht zu stören? Hockt man sich, anstatt sich berechtigt aufzuregen, grummelnd in eine Ecke und spricht dem Alkohol zu, um sich mit steigender Promillezahl noch mehr zu erregen, um dann beim Thema: was ich immer schon mal sagen wollte, zu landen? Lächeln soll man beim Auspacken auf jeden Fall, erfuhr ich gestern von einer Seelenklempnerin. Brav bedanken soll man sich auch, aber danach darf man das Geschenk ruhig gegen die Wand werfen. Der Form für das Gegenüber ist genüge getan und die eigene Chemie ist auch wieder in Ordnung gebracht. Präventiv sollte man, so erfuhr ich weiter, mit ellenlangen Wunschzetteln arbeiten. Aber genau da liegt das Problem, denn die häufigste Antwort auf die Frage: »Was wünscht du dir zu Weihnachten?«, ist »Nichts«. Ältere Menschen wünschen sich meistens Gesundheit, aber die ist schwer zu verpacken. Männer wünschen sich meistens weniger als nichts und Frauen einen ganzen Berg aus »Nichtsen«. Weiterlesen

Weiße Weihnachten von Elke Balthaus-Beiderwellen

WeißeWeihnachten wären eine Erfindung der Medien, erfuhr ich vom MoMa-Wetterfrosch Donald. Im Prinzip gäbe es nur alle acht bis zehn Jahre Schnee zu Weihnachten. 2010 war das letzte Jahr mit weißer Pracht zum Fest. Somit könnten wir, wenn sich der Schnee an die Statistik hält, erst 2018, oder gar erst 2020 zur Christmette rodeln. Da selbst Bing Crosby nur von Weißen Weihnachten träumt, verstehe ich den Hype um die Wetterlage zu Weihnachten nicht. Vom ersten Dezember an wird prognostiziert, dementiert, prophezeit und ausgeknobelt, ob Regen kristallisiert oder nicht. Dabei gibt es nichts Schlimmeres, als wenn der Pflichtverwandtenbesuch zu den hohen Tagen per Rutschpartie im Straßengraben endet. Vielleicht will jedermann nur eine triftige Ausrede, warum die Schwiegermutter am 1. Weihnachtstag partout nicht besucht werden kann, weil die Straßenverhältnisse es nicht zulassen, denn der Kater vom Heiligen Abend kuriert sich doch weit gemütlicher auf der eigenen Couch aus, als am kitschig gedeckten Kaffeetisch. »Wir wären ja gerne gekommen, Mutter, aber schau aus dem Fenster; es geht nicht!« Da keine Mutter will, dass ihre Kinder verunglücken, wird sie enttäuscht, aber äußerst verständnisvoll reagieren. Bei desolaten Wetterverhältnissen funktioniert noch nicht einmal die Edeka-Werbung. Weiterlesen

Weihnachtsgeschenke von Paul Wiedebach

»Dieses Jahr schenken wir uns nichts zu Weihnachten«, verkündete meine Gattin, wie immer am dritten Advent, was in mir alle Alarmglocken zum Klingeln brachte. Nichts zu Weihnachten! Das bedeutet, dass sie völlig überraschend am Heiligen Abend mit einem Päckchen für mich um die Ecke kommt und ich wie der letzte Idiot dastehe, wenn ich nicht gleichziehe. Nein, nein. Dieses Fiasko ist mir nur einmal passiert. Nichts zu Weihnachten! Das bedeutet, für mich wird es besonders teuer, denn ein Hauch von Nichts besitzt seinen Preis. Weiterlesen

Schönheit von Dr. Bremer

Hautarzt wollte ich nie werden. Und, wenn ich höre, dass sich Deutschlands Frauen- und zunehmend auch Männerwelt Kosmetika für 13,4 Milliarden Euro jährlich auf unser zweitgrößtes Organ pappt, bin ich froh, die Folgeschäden nicht auch noch beseitigen zu müssen. Da wird gecremt, gesprüht, gepinselt und seit Neuesten auch genadelt, was die Pelle hält. Wo ist eigentlich der gute, alte Spruch hin, dass wahre Schönheit von innen kommt? Der Körper wird mit Fast Food, Koffein, Alkohol und Nikotin abgefüllt und bei dieser Diät erwartet man eine Pfirsichhaut. Es kommt mir so vor, als würde man bei einem maroden Gebäude nur die Außenfassade erneuern. Außen hui, innen pfui, wenn man so will. Die Haut ist vor allen Dingen eines. Eine Schutzbarriere, die nichts durchlässt. Weiterlesen

Sünder von Elke Balthaus-Beiderwellen

Oh wie gerne wäre ich gläubiger Katholik und wie gerne wäre ich jetzt in Rom! Dann könnte ich jetzt durch die heilige Pforte des Vatikans schreiten und bei Überquerung der Schwelle, wären mir – schwupps – alle Sünden meines Lebens vergeben. Ich bin eine große Sünderin. In Gedanken, Worten und in Taten und, anstatt von Reue zerfressen zu werden, überlege ich, ob ich einen Kurztrip in die Heilige Stadt unternehme, denn so eine Gelegenheit sollte man nutzen. Einmal durch eine Tür geschlendert und man ist praktisch wie neugeboren. Tabula rasa auf dem Sündenkonto, herrlich! Wieso wird diese Chance nicht von unseren Politikern, dem DFB, dem ADAC, VW und den Bankern genutzt? Wo ist Franz Beckenbauer? Pilgerströme sollten sich doch über Rom ergießen, wenn an dieser Blankovergebung etwas dran wäre! Gott feiert Haus der offenen Tür und Vergebung gibt es gratis! Keine Strafzahlungen! Nein, einfach einen gewagten Schritt, ein »was wollt ihr von mir?« und unbeschwert geht man seines Weges! Weiterlesen

Blinder Aktionismus Von Elke Balthaus-Beiderwellen

»Bis dat, qui cito dat«. »Zweimal gibt, wer schnell gibt«. Dies kann man wunderbar auf das Tun übertragen, denn zweimal tut, wer schnell tut. Oberflächlich, flüchtig und die Hälfte vergessend kann man meistens gleich noch einmal ganz von vorne anfangen. Alles auf einmal, bedeutet zumeist keins richtig und Halbheiten schaffen Unzufriedenheiten. Pläne funktionieren zwar selten, aber vollkommen planloses Handeln ist so gut wie nicht gehandelt. »Mal eben« sind zwei verhängnisvolle Worte. Wenn ich mal eben einkaufen gehe, kann ich gleich nochmal gehen, denn das, was ich eigentlich einkaufen wollte, befindet sich garantiert nicht in meiner Einkaufstasche. Mal eben eine Ladung Wäsche in die Maschine werfen, führt meist zu einem Verfärbemix, zu Einzelsocken und zu einem Waschgang ohne Waschmittel. Mit mal eben schnell die Aschenbecher leeren, produzierte ich bereits die herrlichsten Mülleimerbrände und bekam die Rauchentwicklung gar nicht mit, da ich ja mal eben meinen Blog schreiben musste. Geschirr wird merklich dezimiert, wenn man mal eben die Spülmaschine ausräumt und dabei mal eben telefoniert. Es ist nur sehr selten Fälle bekannt, bei denen mal eben nachhaltig wirkt. Weiterlesen

Ewige Dinge von Elke Balthaus-Beiderwellen

Kennen Sie die ewig vergessenen Dinge? Mein Haus ist voll davon. Auf Regalen, Kommoden, in Dekoschalen und auf dem Küchentresen stauben Dinge vor sich hin, die irgendjemand aus meiner Familie einmal dort ablegte und die keiner wegräumt. Da liegt der Eiskratzer, den meine Jüngste vor Wochen kaufte, das Haargummi, das meine Älteste vor Monaten trug. Da liegt eine CD in ihrer Originalverpackung, die ich erwarb, weil ich sie unbedingt hören wollte. Prospekte und Schriftkram meines Gatten stapeln sich auf der Küchenfensterbank. In der Obstschale liegen noch die Kräuterbonbons, die gegen das Kratzen im Hals von letzten Frühjahr übrig sind. Auf der Badezimmerablage etliche Haarkuren mit Wundereffekt, die man doch nicht benutzt. Dinge, die man nicht wegwirft, aber auch nicht wegräumt. Etliche halb abgenagte Kauknochen meiner Hunde entdeckte ich gestern hinter dem Wohnzimmersofa und stellte fest, dass auch Tiere einen Hang zu ewig vergessenen Dingen besitzen. Fällt einem einer dieser Gegenstände in die Hand, überlegt man kurz, wohin man damit soll, bevor man ihn an seinen angestammten Platz zurücklegt. Der Platz war eigentlich als Provisorium gedacht, aber wird nun zur ewigen Ruhestätte. Weiterlesen

Dabeisein ist alles von Elke Balthaus-Beiderwellen

Met ner Pappnas jeboore, dr Dom en der Täsch, hammer uns jeschwoore: Mir jonn unsre Wääch Alles wat mer krieje künne, nemme mir och met, weil et jede Aureblick nur einmol jitt…Mir jonn zum F.C. Kölle un mir jonn zum KEC Mir drinke jän e Kölsch un mir fahre KVB Henkelmännche – Millowitsch, bei uns is immer jet loss Mir fiere jän – ejal ob klein ob jroß – wat et och koss‘!

Da simmer dabei! Dat es prima! VIVA COLONIA! Wir lieben das Leben, die Liebe und die Lust wir glauben an den lieben Gott und han auch immer Durst

Mir han dr Kölsche Klüngel un Arsch huh – su heiߴ et he! Alaaf un Ruusemondaach un Aloha CSD Mir sin multikulinarisch un sin multikulturell Mir sin en jeder Hinsicht aktuell – auch sexuell!

Da simmer dabei! Dat is prima! VIVA COLONIA! Wir lieben das Leben, die Liebe und die Lust wir glauben an den lieben Gott und han auch immer Durst

Da simmer dabei! Dat is prima! VIVA COLONIA! Wir lieben das Leben, die Liebe und die Lust wir glauben an den lieben Gott und han auch immer Durst

Mir lävve hück – nit morje, su schnell verjeiht die Zick L.M.A.A. ihr Sorje mir lävve der Aureblick

…und der is jenau jetz‘!

Da simmer dabei! Dat is prima! VIVA COLONIA! Wir lieben das Leben, die Liebe und die Lust wir glauben an den lieben Gott und han auch immer Durst

Da simmer dabei! Dat is prima! VIVA COLONIA! Wir lieben das Leben, die Liebe und die Lust wir glauben an den lieben Gott und han auch immer Durst

Da simmer dabei! (Songtext von de Höhner.)

Das Bundesverteidigungsministerium arbeitet daran, den Text für die Bundeswehr umschreiben zu lassen, aktuell in Bezug auf den bevorstehenden Einsatz in Syrien. Weiterlesen